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Mitglieder von "Bürger für Bürger"
Mitglieder von "Bürger für Bürger" Bild: Rosina

Neue Westfälische 12. August 2006

Zum Dank ins GOP Varieté eingeladen

Bünde. Die ehrenamtlichen Helfer des Netzwerkes „Bürger für Bürger“ waren gemeinsam mit ihren Partnern zu einer Veranstaltung im GOP Bad Oeynhausen eingeladen. Als Anerkennung und Würdigung ihres sozialen Engagements hatte die Direktion des GOP Kaiserpalais den Mitgliedern des Netzwerkes einen fröhlichen und beschwingten Sommerabend spendiert. Von der Show der „Traumtänzer“ waren alle ausnahmslos begeistert und werden noch lange daran zurückdenken. Die Stimmung war ausgezeichnet, und manche Alltagssorge schnell vergessen.
In Bad Oeynhausen: Ehrenamtliche Helfer des Netzwerkes „Bürger helfen Bürgern“ vor dem Besuch der Show der „Traumtänzer“.

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Bünder Tageblatt, Samstag 12. August 2006


Neue Westfälische 19. Juli 2006

Ein Netzwerk von guten Helfern
Ehrenamtliche spenden alten und hilfsbedürftigen Menschen in Bünde, Kirchlengern und Rödinghausen Lichtblicke und Trost

VON KATHRIN BRINKMANN

(TEXT UND FOTO)

Bünde. Ein Gang zum Friseur, ein kleiner Spaziergang und eine Fahrt zum Einkaufszentrum oder zum Gottesdienst, das ist normalerweise schnell erledigt. Anders ist es bei älteren Menschen, die ohne Hilfe nicht mehr aus dem Haus kommen. Hier kann schon eine kleine Erledigung zum Problem werden.

Deshalb gibt es in Bünde die Initiative „Bürger für Bürger“, bei der ehrenamtliche Helfer einmal pro Woche zu pflegebedürftigen Menschen fahren, um sich mit ihnen zu unterhalten, spazieren zu gehen oder etwas vorzulesen.

„Der Tag an dem ich zur Betreuung gehe, ist für uns beide ein Gewinn“, so ein ehrenamtlicher Helfer der Initiative. Längst haben sich Helfer und alte Leute an den wöchentlichen Besuch gewöhnt. „Vor meinem Besuch kriege ich oft den Anruf, dass kein Kuchen im Hause ist, ob ich schnell ein Stück mitbringen kann. Dann machen wir es uns erst mal gemütlich“, erzählte ein Helfer von seiner Arbeit.

Projektleiter der Initiative ist Rolf Eikötter. Susanne Pott, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Bünde, vermittelt jedem freiwilligen Helfer eine geeignete Pflegeperson. „Dabei geht es nicht darum, im Bereich Pflege oder Hauswirtschaft zu arbeiten, sondern den Menschen wirklich nur zuzuhören, Kontakt herzustellen und da zu sein“, stellte Susanne Pott das Projekt vor, „für viele Menschen sind unsere Helfer die einzigen Kontaktpersonen“.

Alle zwei Monate trifft sich die Gruppe, um über Erlebtes zu sprechen und bei Problemen frühzeitig Abhilfe zu schaffen. Dabei steht Pastorin Sigrun Potthoff unterstützend zur Seite. Sie organisiert bei Bedarf auch Fortbildungen für die Helfer. Ziel der Aktion ist es auch, den betreuenden Angehörigen Entlastung zu verschaffen und für zwei Stunden in der Woche eine Auszeit zu erlauben.

Besonders beliebt sind bei den älteren Menschen auch die gemeinsamen Feste und Zusammenkünfte, die oftmals noch wochenlang für Gesprächsstoff sorgen.

„Bürger für Bürger“ trifft sich seit April 2004 jeden dritten Donnerstag im Monat von 9 bis 11 Uhr in der Diakoniestation Bünde I, Wassserbreite 6-8. Die Gruppe sucht dringend nach weiteren freiwilligen Helfern, die zwei Stunden in der Woche Zeit haben, um eine pflegebedürftige Personen zu besuchen. Bisher sind rund 25 freiwillige Helfer im Einsatz.

Auch in Kirchlengern und Rödinghausen hat die Gruppe, die eine Initiative der Diakoniestationen Bünde I und II sowie des Arbeitskreises für Behinderte und Pflegeberatung in der Stadt Bünde ist, inzwischen Netzwerke gespannt.

„Wir würden uns immer über Neuzuwachs freuen. Gesucht sind Personen, die gut auf andere Menschen zugehen können“, erklärte Susanne Pott. Die Helfer sind bei der Arbeit gegen Unfälle versichert.Für angemessene Hilfestellung ist gesorgt.

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Bünder Tageblatt, Mittwoch 19. Juli 2006


Bünder Zeitung 1. März 2006


Neue Westfälische Bünde 28. Februar 2006

Online auf Hilfesuche gehen

Online auf Hilfesuche gehen
Initiative „Bürger für Bürger“ jetzt mit eigenem Internet-Auftritt

VON TOBIAS HEYER

Bünde. Was Roland Rosina erfahren musste, sollte sich nicht wiederholen. Vor einem Jahr war er nach Bünde gezogen und ins Rathaus gegangen, um sich zu erkundigen, wo er sich ehrenamtlich engagieren könnte. Mit mäßigem Erfolg.

„Eine richtige Antwort habe ich da nicht bekommen und bin eher durch Zufall beim Zeitungslesen auf das Netzwerk Bürger für Bürger gestoßen“, erzählte Rosina gestern. Er hilft nun nicht nur älteren Mitmenschen, sondern hat auch rund 100 Stunden seiner Freizeit investiert, um die Initiative Bürger für Bürger ins Internet zu bringen.

„Wir sind das größte Netzwerk im gesamten Kreisgebiet und nun auch Vorreiter beim Auftritt im Internet“, freut sich auch Reinhard Spanier vom Arbeitskreis für Behinderte und Pflegeberatung. Gemeinsam mit Susanne Pott von der Diakoniestation 1 und Diakonie-Leiter Rolf Eikötter schaute sich Reinhard Spanier gestern zum ersten Mal die neue Homepage an. Unter www.buerger-fuer-buerger.info findet sich ein breites Angebot, das sich in fünf Themenkomplexe aufteilt. Wir über uns, Suche Hilfe, Biete Freiwilligenarbeit, Informationen und Interne Seite lauten die Überschriften. „Wichtig ist uns, dass wir hier auch mit Angehörigen und Interessierten kommunizieren können, die außerhalb Bündes wohnen oder uns zu den normalen Zeiten nicht erreichen können“, sieht Reinhard Spanier viele Vorteile des neuen Internet-Angebotes.

Dabei wissen die Organisatoren natürlich auch, dass nicht alle älteren Menschen einen Computer bedienen. „Aber wir hoffen, dass es immer Nachbarn oder Verwandte gibt, die hier weiterhelfen können“, setzt auch Susanne Pott auf das neue Medium. So kann dann gemeinsam ein Kontaktformular für Hilfesuchende oder ein Bewerberformular für Helfer am Computer ausgefüllt werden. Doch der PC ersetzt nicht alles. „Natürlich steht immer noch ein persönliches Gespräch im Vordergrund, ehe die Tätigkeit bei uns beginnt“, weiß Spanier.

© 2006 Neue Westfälische
Bünder Tageblatt, Dienstag 28. Februar 2006


Extrablatt vom Zeitungsjungen Februar 2006


Neue Westfälische Bünde 17. Februar 2006

Winterfest 2006
Winterfest 2006

"Der Einsamkeit ein Schnippchen schlagen"

„Der Einsamkeit ein Schnippchen schlagen“
Winterfest des Netzwerks „Bürger für Bürger“ im Bonhoeffer-Haus gut besucht

Bünde (me). „Es ist schön, dass wir auch beim zweiten Mal wieder einen so guten Zuspruch erfahren“, blickt Reinhard Spanier auf voll besetzte Stuhlreihen im Bonhoeffer-Haus. Dort hatte das Netzwerk kleiner Hilfen „Bürger für Bürger“ am Mittwochnachmittag wieder zum Winterfest eingeladen.

Mehr als 130 ältere, einsame und behinderte Menschen, mehr als erwartet, waren gekommen, um gemeinsam bei Kaffee und von den ehrenamtlichen Mitarbeitern selbst gebackenen Kuchen ein paar schöne Stunden zu verleben und dem oftmals tristen Alltag zumindest für eine kurze Weile zu entfliehen. Für viel Unterhaltung hatten die Initiatoren darüber hinaus gesorgt. So wurde das gesellige Kaffeetrinken musikalisch umrahmt von Instrumentalbeiträgen von Willi Fleddermann, gemeinsamen Liedern und tänzerischen Leckerbissen, dargeboten von einigen Frauen der Deutschen Rheumaliga. „Wir wollen mit unserer Arbeit der Einsamkeit heute ein Schnippchen schlagen und die Langeweile für ein paar Stunden vertreiben“, beschrieben Susanne Pott, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation I, Rolf Eikötter, Leiter der Initiative, die Ziele des Winterfestes. Reinhard Spanier, Vorsitzender des Arbeitskreises für Behinderte und Pflegeberatung, knüpfte gern an und warb für das Netzwerk „Bürger für Bürger“. „Wir können jede helfende Hand gebrauchen.

Wer sich dem Netzwerk kleiner Hilfen anschließen möchte, ist herzlich willkommen“, betonte er. Interessierte können sich unter (0 52 23) 92 980 an Pflegedienstleiterin Susanne Pott wenden.


Neue Westfälische Bünde 4. Februar 2006

Freiwillige Arbeit soll Freude bereiten

Neujahrsempfang der Diakoniestationen für ehrenamtlich engagierte Mitarbeiter

Kreis Herford. Mit einem Neujahrsempfang der besonderen Art bedankten sich die Diakoniestationen bei ihren ehrenamtlich engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Aus dem ganzen Kreisgebiet kamen rund 50 der weit über 60 freiwillig Engagierten in Kirchlengern zusammen, um im kommunalen Kino „Lichtblick“ gemeinsam einen vergnüglichen Kinoabend mit anschließendem Sektempfang im Pyramidensaal der Musikschule zu verleben.

„Es begann im Jahr 2000 an der Diakoniestation Rödinghausen,“ erinnert sich Pfarrerin Sigrun Potthoff, die die Netzwerk-Idee aus dem Ruhrgebiet mit in ihre neue Tätigkeit an den Diakoniestationen im Kirchenkreis Herford brachte. Die dortige Pflegedienstleitung Hannelore Seckfort nahm die Anregung auf und gründete zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Erdmute Ukley das erste „Netzwerk kleiner Hilfen“ in der Region. Schnell konnte die Arbeit mit rund acht Ehrenamtlichen beginnen.Nachdem in Rödinghausen rund eineinhalb Jahren sehr gute Erfahrungen mit einem solchen Netz freiwilliger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemacht wurden, knüpften im Jahr 2002 dann auch die beiden Herforder Diakoniestationen an Netzwerken zur Unterstützung älterer Menschen und pflegender Angehöriger. Im April 2004 folgte die Gründung von „Bürger für Bürger“, Netzwerk kleiner Hilfen in Bünde. In Kooperation der beiden Diakoniestationen mit dem Arbeitskreis für Behinderung und Pflegeberatung entstand hier in kürzester Zeit die größte Gruppe freiwillig engagierter Menschen, in der erfreulicherweise auch zahlreiche Männer mitarbeiten. Das jüngste Netzwerk entstand erst im letzten Jahr, diesmal an der Diakoniestation Kirchlengern – Löhne-Nord unter Federführung der Pflegedienstleitung Ute Kröger.

Ob es einem Menschen im Alter gut geht, hängt nicht nur von seinen finanziellen Möglichkeiten und seinem Gesundheitszustand ab. Die Lebensqualität im Alter und bei Behinderungen wird entscheidend von der Einbindung in ein sozialen Netz und der Möglichkeit geprägt, am sozialen und kulturellen Leben teilzunehmen. „Die professionelle Pflege ist das Metier der Diakoniestationen und dort arbeiten alle zuverlässig und kompetent. Doch für alles, was im Rahmen der Pflegeversicherung keine Berücksichtigung findet, aber zu einem fröhlichen und ganzheitlichen Leben dazugehört – Geselligkeit und Gespräche, Feste und Unternehmungen, kleine Hilfen und Aufmerksamkeit -, dafür brauchen wir freiwillige Mitarbeiterinnen,“ erläutert Christiane Althoff, verantwortlich fürr das Netzwerk der Diakoniestation Herford II, die Grundidee. Dabei sind aber auch die pflegenden Angehörigen im Blick: „Sie leisten oft Unglaubliches und können durchaus einen Nachmittag in der Woche gebrauchen, um einmal in Ruhe und ohne Zeitdruck etwas zu unternehmen. Durch den Einsatz der Netzwerkler gewinnen sie ein wenig Luft und wissen ihren Angehörigen dann in guter Gesellschaft.“ ergänzt Hedda Schmidt, ebenfalls Netzwerk Herford II.

Willkommen sind deshalb in der Netzwerkarbeit Menschen, die gern mit anderen ins Gespräch kommen, Lebensgeschichten austauschen, die gern spazieren gehen oder vorlesen, Korrespondenz erledigen oder zum Einkauf begleiten. .

„Freiwillige Arbeit soll Freude bereiten, und jedes Netz muss gepflegt werden. Deshalb ist die angemessene Vorbereitung und Begleitung der Netzwerkteilnehmer für uns eine Selbstverständlichkeit.“, so Rolf Eikötter und Susanne Pott vom Netzwerk in Bünde. Die Gruppen treffen sich einmal im Monat an den jeweiligen Diakoniestationen, um Erfahrungen auszutauschen, Kontakte zu pflegen und neue inhaltliche Impulse zu erhalten. Es gibt regelmäßig Angebote zur gezielten Fort- und Weiterbildung, Unkosten werden erstattet und für die Dauer der freiwilligen Tätigkeit besteht Versicherungsschutz.

„Einen Nachmittag in der Woche nehme ich mir Zeit für den Besuch bei einer alten Dame. Aber wer meint, ich gebe nur, der irrt. Ich bekomme genauso viel zurück. Jedesmal werde ich herzlich erwartet und genauso sehr vermisst, wenn ich einmal absagen muss,“ sagt eine der Ehrenamtlichen.

Wer an weiteren Informationen über die Netzwerke interessiert ist oder mitarbeiten möchte,kann sich Mo –Fr, 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr mit der regionalen Diakoniestation in Verbindung setzen.


Zeugnis sozialer Kompetenz vergeben

Erstmalig zeichnete die Stadt Bünde einige Bürger mit dem Landesnachweis „Engagiert im sozialen Ehrenamt“ aus. Sie hatten sich der Aktion „Bürger für Bürger“ angeschlossen und sich fortbilden lassen. Bürgermeisterin Anett Kleine-Döpke-Güse überreichte die „Zeugnisse sozialer Kompetenz“ an Elisabeth Buhrmann (Fortbildung zur Sterbebegleitung), Anneliese Nehl (verhindert), Inga Polzin (Einsamkeit im Alter), Wilhelm Brockmann (Einsamkeit im Alter, Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht, Patiententestament), Manfred Tiemann (Einsamkeit im Alter, Betreuungsrecht, Patiententestament, Inkontinenz im Alter) und Horst Kuhlmann (Einsamkeit im Alter, Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht, Patiententestament).



Vorbildliches Netzwerk . . . .

Bürger unterstützen Bürger - Ehrenamtliches Engagement wird gern angenommen
Von Gitta Wittschier
Bünde (BZ). Sie sei schon immer eine Powerfrau gewesen, »und das hat sich auch nicht dadurch geändert, dass ich auf den Rollstuhl angewiesen bin, und das mittlerweile seit 15 Jahren«. Anneliese Klingler blickt ihr Gegenüber forsch und mit einem Lächeln an.
Ihre Betreuerin Ilse Schwentker freut sich über die anhaltenden Energieschübe ihres Schützlings, »die bei Behinderten gewiss nicht selbstverständlich sind«.
Seit einiger Zeit ist Ilse Schwentker Mitglied bei »Bürger für Bürger«, einer Organisation, die vor drei Jahren ins Leben gerufen wurde. Es handelt sich dabei um ein Netzwerk kleiner Hilfen für solche Mitbürger, die häufig aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters in der Mobilität eingeschränkt oder auch geistig nicht mehr sehr rege sind.
Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder bieten ihre Hilfe an (eventuell beim Einkaufen oder beim Erledigen von Schriftverkehr) oder sie sorgen für Kurzweil. So bei Gesellschaftspielen oder beim Vorlesen; auch ist die Begleitung bei Spaziergängen beliebt. Das Engagement helfender Personen ist einmal wöchentlich für zwei Stunden gefragt.
Mittlerweile seien es 23 Ehrenamtliche, die sich in den erwähnten Bereichen engagieren, erklärt Rolf Eikötter. »Doch es ist logisch, dass uns noch viele helfende Hände willkommen sind«. Oft hieße es, gewisse Schwellen zu überwinden, vor allem die Angst, mit Behinderten in Kontakt zu treten, beschreibt der Leiter von »Bürger für Bürger« die Zurückhaltung vieler Leute. Doch diese Furcht vor der ersten Begegnung sei häufig einer positiven Einstellung gewichen.
»Mit jemandem, der helfen will, werden alle Einzelheiten bis auf's i-Tüpfelchen besprochen«, betont Eikötter. Die Betreuer und die behinderten Mitbürger werden nicht willkürlich zusammengebracht.
Es ist Pflicht, jeden, der helfen will, genau nach seinen Wünschen zu fragen. »Wer eine Person, die bettlägerig ist, nicht betreuen will, kann dazu nicht angehalten werden. Ebenso verhält es sich bei Demenzkranken - es gibt Betreuer, die sich gern um sie kümmern, andere dagegen nicht«.
Möglich ist auch der Abbruch eines Kontaktes, sollte die Chemie zwischen Betreuer und Schützling überhaupt nicht stimmen. Jederzeit kann in Sachen Hilfsbereitschaft eine neue Verbindung eingegangen werden. Doch woher erfahren die Mitglieder von »Bürger für Bürger« überhaupt, wer in Bünde auf Hilfe angewiesen ist? »Über Angehörige, Nachbarn, Ärzte oder Therapeuten werden uns Namen mitgeteilt«, sagt Rolf Eikötter.
Es gibt eine Schweigepflicht innerhalb des Kreises, sie betrifft auch etwaige Probleme in der Betreuung - »hier ist wichtig, dass nichts nach außen getragen wird«. Fortbildungen, gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen sollen das Miteinander pflegen.
Aus der Behinderten- und Pflegeberatung der Stadt Bünde ging »Bürger für Bürger« einst hervor, die enge Mitarbeit mit der Diakoniestation wird stets forciert. Wer an einer ehrenamtlichen Arbeit bei dem Zusammenschluss interessiert ist, kann sich an Rolf Eikötter, Telefon 73012, wenden.
Auf den Freitag freut sich Anneliese Klingler besonders - dann erscheint ihre Betreuerin Ilse Schwentker und widmet sich ihr für 120 Minuten. Zumeist steht der Einkauf auf dem Plan. Zu ihren verschiedenen Treffen - so zur Frauenhilfe - begibt sie sich in ihrem Elektrorollstuhl. Ebenfalls zur Rolli-Gruppe, »wir plädieren dafür, Barrieren für Behinderte abzubauen«.
Ein Schlaganfall war ursächlich für ihr Handikap, doch Anneliese Klingler ließ sich nie unterkriegen. Für ihr Blumengeschäft an der Brunnenallee verrichtet sie nach wie vor den Schriftverkehr. Einige Schritte wagt sie schon mal an einem Rollator, »vorwärtszukommen ist doch das A und O«, meint sie mit einem Augenzwinkern.

Artikel vom 12.09.2007