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Wie uns andere sehen . . . .

Nachfolgend finden Sie Presseartikel über "Bürger für Bürger - Netzwerk kleiner Hilfen in Bünde" aus dem Jahr 2008.


Neue Westfälische 19.03.2008

Sein ganzer Stolz:
Sein ganzer Stolz: Peter Kirchhoff (M.)mit der neuen Metallbearbeitungsmaschine in der Lebenshilfe-Werkstatt Oberbehme. FOTO:PAUL PRÖTER

Technik fit für neue Aufträge
Werkstätte Oberbehme der Lebenshilfe Lübbecke investiert in neue Metallbearbeitungsmaschine

VON PAUL PRÖTER

Kirchlengern. Stillstand bedeutet Rückschritt – erst recht in der Industrie. Und weil die Produkte der Lübbecker Werkstätten von den Kunden nicht nur geordert werden, um ein gutes Werk zu tun, muss sich auch eine solche Behinderten-Einrichtung stets auf dem neuesten Stand der Technik halten.

115.050 Euro (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers in Meppen) hat sich die Einrichtung jetzt die Anschaffung einer neuen Metall-Bearbeitungsmaschine kosten lassen. „Hedelius MC 40“ nennt sich das mit allen Schutzvorrichtungen etwa 13 m2 große Ungetüm. Doch Peter Kirchhoff, stellvertretender Betriebsleiter der Werkstätte in Oberbehme, hat den unförmigen Kasten sofort in sein Herz geschlossen.

Die Werkstatt im Interkommunalen Gewerbegebiet Kirchlengern/Hiddenhausen hat bis dato nur Werkstücke aus Aluminium bearbeiten können, die neue Maschine wird auch mit Stahl fertig – und das sogar bis zu einer Länge von 1,80 Metern. Der Hersteller: „Das Entwicklungsziel, ein superkompaktes Bearbeitungszentrum für die rationelle Fertigung kleiner bis mittelgroßer Werkstücke, wurde mit der MC 40-Baureihe realisiert. Bei einem Platzbedarf von 4.200 x 2.900 mm bietet diese Maschine einen beachtlich großen Bearbeitungsraum von 1.800 x 420 x 480 mm. Mit der leistungsstarken Hochleistungssteuerung iTNC 530 von Heidenhain können auch komplexe NC-Programme schnell und problemlos programmiert werden.“

Damit befasst sich Peter Kirchhoff in diesen Tagen. Und offenbar hat der Hersteller der neuen Maschine nicht zu viel versprochen. Denn erste Musterstücke sind bereits fertig. „Die Kunden wollen natürlich sehen, was wir liefern können, bevor sie uns die Aufträge erteilen“, erläuterte Peter Kirchhoff gestern einer Besuchergruppe aus Bünde. Und die, bestehend aus Mitgliedern der Hilfsorganisation „Bürger für Bürger“, war recht beeindruckt, als Kirchhoff ein rundes Werkstück aus massivem Stahl vorzeigte, in das an beiden Enden mit höchster Präzision Gewinde getrieben worden waren. „Das ist für eine Firma aus Hiddenhausen“, erklärte Kirchhoff. „Aber wir liefern natürlich nicht nur nach OWL, sondern an Abnehmer in ganz Europa. Zum Beispiel Teile von Lampen nach Italien.“

Mit den „Bürgern für Bürger“ hatte Peter Kirchhoff gestern eine sehr interessierte Besuchergruppe. Sie kam auf Einladung von Reinhard Spanier zum ersten Mal in die Werkstatt Oberbehme. „Ich wollte auch denen mal zeigen, das Behinderten-Werkstätten von heute nichts mehr mit den Einrichtungen von vor 20 oder 30 Jahren zu tun haben“, erläuterte Spanier. Und das gelang ihm bei einem ausgiebigen Rundgang vollauf.
Sein ganzer Stolz: Peter Kirchhoff (M.) mit der neuen Metallbearbeitungsmaschine in der Lebenshilfe-Werkstatt Oberbehme. FOTO: PAUL PRÖTER

© 2008 Neue Westfälische
Bünder Tageblatt, Mittwoch 19. März 2008


Neue Westfälische Bünde 28.02.2008

Tanzten sich in die Herzen der Gäste
Tanzten sich in die Herzen der Gäste Die Mitglieder der Tanzgruppe der Lübbecker Werkstätten Hunnebrock erfreuten die Gäste des Winterfestes der Aktion "Bürger für Bürger"

Eine Frage der Balance
Netzwerk „Bürger für Bürger“ feiert Winterfest im Dietrich-Bonhoeffer-Haus
VON TOBIAS HEYER / (TEXT UND FOTO)

Bünde. Sie fassen sich an die Hände, schauen etwas schüchtern und verbeugen sich gleich mehrfach. Glücklich haben die Mitglieder der Tanzgruppe der Lübbecker Werkstätten in Hunnebrock nicht nur das Publikum, sondern auch sich selber gemacht.

„Diese Menschen liegen mir ganz besonders am Herzen“, sagt dann auch Reinhard Spanier von der Aktion Bürger für Bürger. Die feierte gestern ihr Winterfest im Dietrich-Bonhoeffer-Haus und machte damit gleichzeitig Werbung in eigener Sache. „Wir haben derzeit 25 Helfer, die beim Netzwerk der kleinen Hilfen mitmachen“, sagt der Leiter des Netzwerkes, Rolf Eikötter. Doch es könnten ruhig ein paar mehr sein, „denn wir müssen derzeit denen, die nach Hilfe fragen, Absagen erteilen“. Fünf Neuzugänge werden noch gebraucht, dann sei die Balance hergestellt. Wie viel Zeit für diese Hilfe investiert werden muss, ist von Fall zu Fall verschieden. „Wir haben Menschen, die einmal in der Woche zwei Stunden Hilfe benötigen, andere brauchen nur Hilfeleistung auf Abruf, etwa wenn Angehörige ausnahmsweise mal nicht können“, erklärt Rolf Eikötter. Eine Alterseinschränkung für die, die helfen wollen, gibt es nicht. „Wir haben auch schon mal 80-Jährige gehabt, die mitgemacht haben. Solange man fit ist und sich engagieren möchte, ist jeder willkommen“, stellt Eikötter klar.

All diejenigen, die helfen oder Hilfe benötigen, oder „die einfach mal vorbeischauen wollen“, so Eikötter, kamen gestern zum Winterfest. Ließen sich von Willi Fleddermann musikalisch begrüßen, hörten dem Grußwort von Bürgermeisterin Anett Kleine-Döpke-Güse zu und schauen sich beim Kaffeetrinken die Tanzgruppe an. Die lud zum Mitklatschen ein und drehte rhythmisch ihre Runden auf der Bühne – das Publikum begeisternd und selbst begeistert. Pastor Reinhard Linke (Spradow) hielt die Andacht und dann beendete ein gemeinsames Lied den schönen Tag.
© 2008 Neue Westfälische
Bünder Tageblatt, Donnerstag 28. Februar 2008