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Presse-Archiv 2004

Nachfolgend finden Sie Presseartikel über "Bürger für Bürger - Netzwerk kleiner Hilfen in Bünde" aus dem Jahr 2004.


Bünder Zeitung 29.Dezember 2004

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Neue Westfälische Bünde 29. Dezember 2004

Der ganze Artikel folgt nachstehend
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Aktion sehr gut angelaufen

"Wir sind ganz unbedarft in das Projekt "Bürger für Bürger" eingestiegen und mit der Bilanz nach einem Dreivierteljahr sehr zufrieden", konnte Reinhard Spanier vom Arbeitskreis für behinderte Menschen Positives zum Jahreswechsel verkünden.

Bereits im April hatte Spanier gemeinsam mit der Bünder Diakonie die Initiative ins Leben gerufen, "die dazu dienen soll, ehrenamtliche Helfer und Hilfebedürftige zusammen zu bringen", erläuterte Susanne Pott, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation 1 gemeinsam mit Projektleiter Rolf Eikötter bei einem Pressegespräch am Dienstagmorgen.

Beim ersten Treffen fanden sich ein gutes Dutzend Freiwillige ein, die einfach für hilfsbedürftige Mitmenschen da sein wollen. "Bei uns gibt es keine Altersgrenze. Jeder der hier mitmachen will, ist herzlich willkommen", freut sich Reinhard Spanier, dass nun schon 18 Ehrenamtliche der Initiative angehören.

Zu Beginn gab es das Problem des Versicherungsschutzes. "Da haben wir uns in der Vorbereitung lange schwer getan", rätselte Spanier mit den Verantwortlichen, wie hier die Freiwilligen richtig versichert werden sollten. Rat wusste da Susanne Pott, die die Versicherungsbedingungen der Diakonie genau kannte.

"Jetzt sind alle Helferinnen und Helfer über die Diakonie versichert", so Susanne Pott. Mittlerweile gibt es zwar auch eine Versicherung des Landes, doch bleibt die Diakonieversicherung für die Bünder Helfer auch weiterhin bestehen.

"Wichtig ist uns, dass sich die Helfer nicht als Lüclkenbüßer verstehen, sondern ein wertvolles Sozialpotenzial bilden" freut sich Rolf Eikötter über das soziale Engagement. Dabei gibt es bei den Ehrenamtlichen verschiedenste Beweggründe, bei dem Projekt mitzumachen.

Da ist der Ingenieur, der beruflich viel durch die Welt reiste und immer wieder Armut und Elend sah. "Der ist jetzt in Bünde in den Ruhestand gegangen und will hier einfach helfen", so Spanier. Da engagieren sich Rentner ebenso wie Berufstätige, gibt es eine Arbeitslose, die lieber ihre Zeit den Hilfsbedürftigen zur Verfügung stellt, als untätig zu Hause zu sitzen.

Mit Stolz verweisen die Verantwortlichen auf das entstandene "Netzwerk kleiner Hilfen" hin, das neben dem Projekt "Bürger für Bürger" entstanden ist. Und natürlich werden die Helfenden nicht unvorbereitet zu den Hilfsbedürftigen geschickt. "Da haben wir immer unterstützt und Vorarbeit geleistet", erklärt Susanne Pott. Im kommenden Jahr bietet der Kirchenkreis Herford gleich ein ganzes Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche unter dem Titel "Qualifiziert Begleiten" an.

Den Flyer zu diesem Angebot und Informationen rund um das Projekt gibt es am 26. Januar um 15 Uhr auch beim Winterfest der Initiative im Bonhoeffer-Haus. Jeder, der hier an dem Angebot- als Helfender oder als Hilfesuchender- interessiert ist, ist herzlich eingeladen.


Bünder Zeitung 18. Dezember 2004

Artikeltext siehe unten
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Spende beim Familienentlastenden Dienst übergeben

Die Aktivitäten des Arbeitskreises für Behinderte und Pflegeberatung in der Stadt Bünde haben in der Vergangenheit immer wieder Anerkennung gefunden. Das kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass die Projekte von Bürgern stets mit Spenden unterstützt werden. Von den beim Arbeitskreis eingegangenen zweckgebundenen Beträgen, konnten jetzt dem "Familienentlastenden Dienst" der lebenshilfe 1.900 Euro übergeben werden. Weitere 300 Euro gehen an die im April 2004 gegründete Initiative "Bürger für Bürger".

Der Familienentlastende Dienst wird den Betrag für die Feriensüiele f+ür behinderte Kinder einsetzen. "Damit kann die erfolgreiche Arbeit auch im nächsten Jahr während der Schulferien fortgesetzt werden", freute sich Reinhard Spanier, der Vorsitzende des Arbeistkreises. Zusammen mit Schatzmeister Hans-Walter Klüter überreichte er die Schecks an die Leiterin des Familienentlastenden Dienstes, Heike Attort, und Rolf Eikötter, Projektleiter der Initiative "Bürger für Bürger".


Neue Westfälische Bünde 18. Dezember 2004

Artikeltext siehe unten
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Zwei große Schecks zur rechten Zeit

Über einen vorweihnachtlichen Geldsegen können sich der familienentlastende Dienstder Lebenshilfe und "Bürger für Bürger" freuen: 1.900 bzw. 300 Euro aus zweckgebundenen Spenden kommen der ehrenamtlichen Arbeit dieser Initiativen zugute. Entsprechende symbolische Schecks übergab der Vorsitzende des Arbeitskreises für Behinderte und Pflegeberatung, Reinhard Spanier, gestern an die Leiterin des Familienentlastenden Dienstes, Heike Attrot, und Rolf Eikötter von der Initiative "Bürger für Bürger". Mit den Spenden dokumentieren die Menschen ihre Anerkennung für die Aktivitäten des Arbeitskreises, sagte Spanier: "Und wir freuen uns, auf diese Weise zwei Projekte unterstützen zu können, an deren Entstehung wir aktiv beteiligt waren."

Der Familienentlastende Dienst wird den Betrag, dem Wusch des Spenders entsprechend, für die Ferienspiele für behinderte Kinder einsetzen. Die Initiative "Bürger für Bürger" will mit der Spende die weitere Entwicklung ehrenamtlicher Tätigkeit fördern.


Neue Westfälische Bünde 10. November 2004

Weitere Helfer werden noch gesucht

Vor dem Hintergrund, dass der Inititive "Bürger für Bürger" weitere Helferinnen und Helfer fehlen, findet am kommenden Freitag, 12. November, um 18 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Diakoniestation 1, Wasserbreite 6-8, statt.

Neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können ihr Engagement, in regelmäßigen Zusammenkünften, auf die Erfahrungen der jetzt schon tätigen Personen, aufbauen. Ferner müssen alle Helferinnen und Helfer zur Verschwiegenheit bereit sein und sich mit Hilfe erfahrener Kräfte auf ihren Einsatz vorbereiten.

Außerdem soll über ein geplantes Winterfest der Inititive für ältere pflegebedürftige Personen berichtet werden. Es wird um zahlreiche Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gebeten.


Neue Westfälische 3. November 2004

"Bürger für Bürger" braucht Unterstützung
Info-Abend am 12. November in Diakoniestation

Die Anfragen an das Netzwerk kleiner Hilfen "Bürger für Bürger" in Bünde nach Hilfen und Unterstützung haben sich in letzter Zeit erheblich verstärkt, sodass nun ein zweiter Anlauf notwendig wird, um weitere ehrenamtliche Helfer für die Aufgaben zu interessieren.

Zur Vorbereitung auf ein ehrenamtliches Engagement sind interessierte Frauen und Männer am Freitag, 12. November, um 18 Uhr in die Diakoniestation 1, Wasserbreite 6-8, eingeladen. Susanne Pott, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation 1, wird die Teilnehmer des Abends über die anstehenden Aufgaben interessieren und über die bisherige Arbeit berichten.

Die ehrenamtlichen Aktivitäten der Initiative "Bürger für Bürger", zu der die Diakoniestationen 1 und 2 sowie der Arbeitskreis für Behinderte und Pflegeberatung in Bünde gehören, sind bekanntlich für die Betroffenen kostenlos und werden gut angenommen. Zu den Aufgaben gehören Gespräche, Begelitung bei Spaziergängen, Hilfe bei Schriftverkehr, Unterstützung bei Behördengängen und Entlastung von pflegenden Angehörigen.

Die bereits tätigen Helferinenn und Helfer werden für einen Erfahrungsaustausch ebenfalls gebeten, teilzunehmen.

Ansprechpartner für alle Fälle ist Susanne Pott, Diakoniestation 1, Wasserbreite 6-8, Telefon (05223) 92980 (montags bis freitags von 9 bis 14 Uhr).


Bünder Zeitung 09. August 2004

Den gesamten Artikel finden Sie untenstehend
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Im hohen Alter nicht alleine sein

"Dolorosa", solch ein Vorname klingt nach künstlerischer Ader und nach Lebensgenuss. Wenn jemadn allerdings schon 90 Lenze zählt, haben sich besondere Begabungen wahrscheinlich in die Vergangenheit geflüchtet. Das Leben genießen, und das auf eine spezielle Art, ist für Dolorosa Steinebach aus Bünde zum Dreh- und Angelpunkt geworden. Und zwar immer am Donnerstagnachmittag, wo sie das Treffen mit "ihrem" Betreuer Manfred Tiemann regelrecht zelebriert.

Manfred Tiemann, längst zum Urgestein in der Zigarrenstadt geworden, zählt zum Netzwerk "Bürger für Bürger", das im Februar von der Diakoniestation und dem Arbeitskreis für Behinderte ins Leben gerufen wurde. Die Mitglieder des Netzwerkes sehen es nunmehr als besondere Aufgabe an, sich um solche Bürger zu kümmern, die häufig hilflos und alleinvor sich hinleben, kaum noch fähig sind, selbst die kleineren Handgriffe in ihrem Alltag zu bewältigen.

Ähnlich ist es bei Dolorosa Steinebach: Die 90jährige ist an den Rollstuhl gebunden, kann mit den Händen kaum noch greifen. Es ist ihr fast garnicht möglich, eine Zeitung umzublättern. Zwar kann sie selbst noch eine Mahlzeit zu sich nehmen, bei vielen anderen Vorrichtungen benötigt sie Hilfe. Mitglieder der Diakoniestation erscheinen dreimal täglich bei der alten Dame, um ihr zur Seite zu stehen, unter anderem auch Besorgungen für sie zu erledigen.

Wie sei es denn gewesen, als ihr das Angebot einer zusätzlichen Betreuung unterbreitet wurde? "Ich habe mich so gefreut", sagt Dolorosa Steinebach und in ihren immer noch sehr wach blickenden dunkelblauen Augen flackert diese Freude nochmals auf. "Haben Sie etwas dagegen, wenn ein Mann als Betreuer kommt?", auf diese Frage entgegnet sie ein spontanes "Nein, überhaupt nicht". Das gegenseitige Näherkommen fiel beiden nicht schwer, "mittlerweile sind wir beinahe unzertrennlich" schmunzelt Manfred Tiemann.

"An jedem Donnerstag ab 16 Uhr gibt es bei uns zwei Menüs, und das jetzt bereits seit acht Wochen". Der 75jährige schaut sein Gegenüber geheimnisvoll an, löst dann schnell das Rätsel: Zunächst einmal muß der Kaffeetisch gedeckt sein- beim Anblick von Kuchen läuft der betagten Dame noch immer das Wasser im Munde zusammen. Im Anschluss wird geistige Nahrung gereicht: Dolorosa Steinebach ist ganz Ohr, wenn Manfred Tiemann vorliest.

Da sie solchen Geschichten gerne ihre Ohren leiht, die mit Schule, Schülerstreichen und ähnlichem Schabernack zu tun haben, andererseits auch für Poesie ein Herz hat, rezitiert Manfred Tiemann gern aus den Bänden "Bünder Autoren- Begegnung mit Literatur". Oft huscht beim Zuhören ein Lächeln über ihre Mundwinkel, sind es verträumte Züge, die ihr Gesicht annimmt. Vielleicht in Erinnerung an frühere Zeiten.

In Oberschlesien sei sie geboren, erzählt Dolorosa Steinebach. Zwar klingt ihre Stimme leise, was ihren Geist angeht, so scheint sie noch "voll auf Draht" zu sein. 1932 dann habe sie in Berlin-Treptow eine neue Heimat gefunden, dort auch geheiratet. Nach dem Tode ihres Ehemannes Erich vor 25 Jahren zog Dolorosa zu ihrer Schwester Gertrud nach Bünde.

Nachdem ihre Schwester verstarb, blieb sie allein auf sich gestellt. "Von Zeit zu Zeit erhalte ich Besuch von meinem Neffen Manfred aus Südlengern", erwähnt sie, lächelt, lehnt sich zurück und schließt für einen Moment ihre Augen. Doch dann widmet sie sich wieder ihrem Betreuer, taucht von neuem in die Geschichten ein, lässt die Welt rundum kurzfristig versinken.

Wenn auch erst einige Monate alt, so könne man das Netzwerk "Bürger für Bürger" bereits als Volltreffer ansehen, freut sich Schwester Gabriele Sudbrock von der Diakoniestation Bünde. Das Ehrenamt, betagte und behinderte Personen zu betreuen, wollten mehr und mehr übernehmen. "Alle sind mit Leib und Seele dabei, die Verständigung ist ausgesprochen groß. Besser kann solch ein Engagement eigentlich nicht laufen", betont sie.


Bünder Zeitung 8. Juli 2004

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Hilfsbereitschaft von Bündern wächst

Am Anfang dominiert die Zurückhaltung- doch dann fällt das gegenseitige Näherkommen immer leichter. Die zu betreuende Person freut sich dann sogar schon auf den nächsten Kontakt. Beinahe "wie aus einem Mund" wurde dieser Standpunkt bei den Mitgliedern von "Bürger für Bürger" während der Versammlung am Dienstagnachmittag vertreten.

Zur Erinnerung: Die Initiative "Bürger für Bürger", ein Netzwerk kleiner Hilfen, wurde im Frühjahr von der Diakoniestation und dem Arbeitskreis für Behinderte und Pflegeberatung in der Stadt Bünde aus der Taufe gehoben. Es geht darum, bei älteren Mitmenschen, die sich selbst kaum helfen können, die Lebensqualität durch ein wenig Unterstützung entscheidend zu verbessern.

Dass so einige Mitglieder von "Bürger für Bürger" mittlerweile aus voller Überzeugung an diesem Strang der Hilfsbereitschaft ziehen, ist für den Vorsitzenden Reinhard Spanier mehr als nur Genugtuung. "Über jedes dieser ehrenamtlichen Engagements bin ich von Herzen froh", so sein Statement. Aber auch den Helfenden geht nach eigener Aussage "so richtig das Herz über", wenn förmlich zu spüren ist, dass mit ihrem Erscheinen auch Freude ins Haus der Hilfebedürftigen kommt.

Eine gute Stunde Gedankenaustausch kann die Einsamkeit vertreiben, diese Erfahrung lernte Manfred Tiemann beim Kontakt mit einer 90-jährigen Bünderin kennen. Auch Elisabeth Buhlmann hat bei der Betreuuung einer "sehr lebhaften" Dame im Rollstuhl eine Wellenlänge zu ihr gefunden. Sie widmet sich ihr drei Stunden in der Woche, was allerdings "gewiss keine Pflicht ist", so Pfarrerin Sigrun Potthoff.

Da der Helfende auch an sich selbst denken sollte, kann solch eine lange Zeit zur Strapaze werden. "Wie sind die freiwilligen Helfer versichert?" Auf diese Kardinalfrage habe man eine Antwort gefunden, führte Rolf Eikötter aus. Die Diakoniestation habe sich bereit erklärt, den Versicherungsschutz zu übernehmen. Die Inititive "Bürger für Bürger" ist für alle Bünder gedacht undnich tnur für diejenigen, die bei der Diakonie gepflegt werden, darauf wies er im besonderen hin.

Anwesend am Dienstag waren: Manfred Tiemann, Brunhilde Diestelhorst, Willy Brockmann, Anneliese Nehl, Inga Polzin, Ilse Schwentker, Hannelore Buddemeier, Elisabeth Buhlmann, Sigrun Potthoff, Achim Trenz, Gabriele Sudbrock, Rolf Eikötter, Reinhard Spanier, Friedgard Kuhlmann und Horst Kuhlmann, der als Neueinsteiger dazukam. Neue Mitglieder sind bei "Bürger für Bürger" stets willkommen.


Neue Westfälische Bünde 4. Juni 2004

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Langsam Vertrauen aufbauen

Einsamkeit- das ist nicht das häufigste Problem, mit dem ältere oder andere hilfebedürftige Menschen zu kämpfen haben. Wer nich tmehr mobil und auf die Unterstützung Anderer angewiesen ist, steht nich tselten alleine da. Um diesem Problem in einer immer älter werdenden Gesellschaft entgegen zu treten, gründeten Bünder Bürger am !. April dieses Jahres auf Inititive der Diakoniestationen und dem Arbeitskreis für Behinderte und Pflegebeartung das Netzwerk "Bürger für Bürger". Nach einer Vorbereitungsphase beginnt die praktische Arbeit der rund 20 ehrenamtlichen Helfer, die sich gemeldet haben.

Kleine Hilfen, Unterstützung und Gespräche für Rat- und Hilfesuchende bieten wir an", erklärt Susanne Pott, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation Bünde 1. "Manche Menschen haben zu wenig Geld, um zu spenden, aber sie können ein wenig ihrer Zeit zur Verfügung stellen, um Hilfebedürftige zu unterstützen." Diese Überlegungen gingen dem Aufbau des Netzwerkes "Bürger für Bürger" voraus und der Erfolg gibt den Initiatoren recht. Zum ersten Treffen kamen rund 25 interessierte ehrenamtliche Helfer. "Jetzt haben wir noch stolze 22 auf unserer Liste", so Susanne Pott.

Jetzt geht die Initiative in die nächste Phase. "Wir haben einige Interessenten auf der anderen Seite gefunden, die sich über Besuche, Gespräche oder einen kleinen Spaziergang in Gesellschaft freuen würden", erklärt Gabriele Sudbrock von der Diakoniestation beim letzten Treffen der "Bürger für Bürger". Einige der vorwiegend älteren Menschen hätten zunächst ein paar Vorbehalte, seien vorsichtig, wenn es darum gehe, dieses Angebot von fremden Menschen anzunehmen. "Da ist es unsere Aufgabe, langsam Vertrauen für unser Netzwerk aufzubauen", betont Susanne Pott.

Damit wollen die ersten "Bürger für Bürger" jetzt beginnen. Gabriele Sudbrock stellte im Kreis der ehrenamtlichen Helfer die Personen vor, die sich über etwas Gesellschaft freuen würden. Und innerhalb kürzester Zeit fand sich auch für jeden FAll ein interessierter Ehrenamtlicher. "Wir freuen uns auf die Tätigkeit. So kann jeder von uns etwas tun und einen kleinen Beitrag leisten, damit nich tmehr so viele Menschen einsam sind", so die Ehrenamtlichen. Die zunehmende Isolation einzelner sei immer wieder ein Thema, sagte Susanne Pott. "Wir wollen nicht nur über dieses Problem reden, sondern selbst etwas tun und die Gesellschaft so aktiv mit gestalten".

Auch wenn bei einigen älteren Menschen Schwierigkeiten wie starle Vergesslichkeit oder körperliche Gebrechen dazu kämen, könne man disen Menschen helfen, indem man einfach Zeit mit ihnen verbringe. Das Angebot des Netzwerkes "Bürger für Bürger" gilt für alle Bünder aus allen dazugehörigen Gemeinden. "Man muß auch nicht Kunde bei der Diakonie sein, wie vieel denken", betont Susanne Pott.

Auch weiterhin treffen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hilfsprojektes begleitend jeden ersten Dienstag im Monat ab 16 Uhr 30 in der Wohnanlage am Tabakspeicher. "Wer sich für unser Hilfsprojekt interessiert- egal ob als Helfer oder als Hilfebedürftiger- kann sich gerne auch jetzt noch bei mir melden", sagt Susanne Pott. Sie ist montags bis freitags telefonisch erreichbar unter (05223) 9 29 80. Wer das Netzwerk finanziell unterstützen möchte, ist natürlich auch herzlich willkommen. Spenden sind unter dem Stichwort "Bürger für Bürger" auf das Konto 22 00 49 50 01 der Volksbank Herford-Bad Oeynhausen (BLZ 494 900 70) zu überweisen.


Neue Westfälische 3. April 2004

Einige Resonanz auf Einladung der Aktion "Bürger für Bürger"

Eine recht erfreuliche Resonanz fand sich jetzt auf die Einladung zur Bünder Aktion "Bürger für Bürger", die am Donnerstag, 1. April in den Räumen der Diakoniestation an der Wasserbreite (im Gebäude "Wohnen am Tabakspeicher") gestartet wurde. Susanne Pott (Diakonie) und Reinhard Spanier (Arbeitskreis für Behinderte und Pflegeberatung) begrüßten als Hauptinitiatoren 25 Gäste aller Altersgruppen, die sich in den Dienst der guten Sache stellen und ihren Mitmenschen helfen wollen. Ihnen allen wurde das Projekt ausführlich dargestellt. Und alle haben jetzt eine Art "Bedenkzeit", bevor man sich kurz nach den Osterferien erneut trifft und dann "Nägel mit Köpfen" machen will.